Abwasserreinigung im Amt Malchow

Die Stadtwerke Malchow entsorgen die im Amtsgebiet anfallenden Abwässer fachgerecht und sicher. Wir sorgen damit für saubere Seen und Gewässer. Bei der Abwasserbehandlung ist die Schonung der natürlichen Ressourcen und der wirtschaftliche Einsatz erneuerbarer Energien unser Ziel.

© Thomas Neske

Abwassernetz der Stadtwerke Malchow

Die Stadtwerke Malchow sind der amtliche Entsorger für Abwässer in den Gemeinden Malchow, Alt-Schwerin, Nossentiner-Hütte, Silz, Göhren-Lebbin, Fünfseen, Walow und Zislow.

Die Anschlussrate an das zentrale Abwassernetz in unserem Amtsgebiet ist vergleichsweise hoch. Das Abwassernetz der Stadtwerke hat eine Länge von etwa 170 km. Davon sind etwa 45 km als Druckrohrleitungen ausgeführt, in denen die Abwässer in die zumeist höher gelegenen Klärwerke transportiert werden. Etwa 120 Pumpwerke sind im Netzgebiet verteilt. Die Stadtwerke Malchow betreiben insgesamt 8 Klärwerke, von denen das Klärwerk im Malchower Gewerbegebiet das mit Abstand Größte ist. Die Kläranlagenkapazität beträgt in Summe etwa 26.000 EGW (Einwohnergleichwerte). Bereits jetzt wird ein großer Teil der für die Abwasserbehandlung notwendigen Energie umweltfreundlich durch Photovoltaik-Ablagen bereitgestellt.

Logistisch konnten aber nicht alle Objekte an das Abwassernetz angeschlossen werden. Die Stadtwerke entsorgen deshalb auch den Inhalt von etwa 170 abflusslosen Gruben und 150 Kleinkläranlagen. Mittels Saugwagen werden die Abwässer und Klärschlämme abtransportiert und an die beiden größten Kläranlagen zur Reinigung übergeben.

Die hohe Anzahl an Touristen in den Sommermonaten führt zu hohen saisonalen Schwankungen im Abwasseraufkommen. Zudem stellen vermehrt eintretende Starkregenereignisse eine große Herausforderung dar. Beide Faktoren erfordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Abwassernetzes.

Gebiet Abwasser

Die Geschichte der Abwasserreinigung in Malchow

1929 wurden die ersten dezentralen Mischwassersysteme in der Malchower Altstadt verlegt. Die Abwässer flossen damals ungeklärt in den See.

Eine erste systematische Abwasserbehandlung wurde im Jahr 1939 für die damals entstehende Gefangenen- und Wohnsiedlung in der Westsiedlung (umgangssprachlich „Lager“) beauftragt. Die Lösung sah eine mechanische Abwasserreinigung am Karpfenteich (Biestorfer Weg) vor. Über ein Pumpwerk wurde das gereinigte Abwasser in den nahegelegenen Wald geleitet und dort verrieselt. Im Winter wurde zudem auf Rieselfelder gefördert. Der Trockenwetterabfluss betrug 760 m³/d. Die Anlage wurde bis in das Jahr 1976 betrieben.

Das Abwasser der damals neuen Stadtteile „Neue Heimat“ und „Sandfeld“ wurde ungeklärt in den Recken (Elde) eingeleitet. Eine schwere Typhusepidemie beschleunigte die Entwicklung der zentralen Abwassererschließung in den Jahren 1950 bis 1955.

1976 wurde eine Kläranlage in der Nähe des heutigen Standorts im Gewerbegebiet errichtet. Die Technologie beinhaltete einen Langsandfang, Bogenrechen, Emscher-Brunnen sowie Trockenbeete. In einem Sozialgebäude fanden die vier Arbeiter des Klärwerks Platz. Der Krebssee wurde als Nährstofffalle und Verregnungsspeicher genutzt. Im Zuge der Entstehung der Neubaugebiete im Clara-Zetkin-Ring und in der Straße der Jugend wurde sukzessive ein Trennsystem (Schmutzwasser/ Regenwasser) eingeführt. Im Jahr 1989 war die Stadt zu 53 % erschlossen. Der große Abfluss der Abwässer in unsere Seen hatte erhebliche negative Folgen für die Wasserqualität. Die Qualität der umliegenden Oberflächengewässer wurde in die Wassergüte III und IV eingestuft. Die alte Kläranlage wurde 20 Jahre lang bis in das Jahr 1996 betrieben. Nach der Inbetriebnahme der neuen Kläranlage im Jahr 1996 wurde die alte Kläranlage zurückgebaut.

Am 27.Oktober 1994 wurde der Grundstein für das neue Klärwerk im Malchower Gewerbegebiet gelegt. Die Kläranlage wurde mit einem Investitionsaufwand von ca. 15 Mio. DM errichtet. Die Anlage wurde damals zu 56 % von der öffentlichen Hand gefördert. Dennoch stellte auch der verbliebende Anteil einen finanziellen Kraftakt für die Stadtwerke dar. Durch sukzessive Modernisierung ist die Kläranlage auch nach 30 Jahren Betrieb auf einem technisch hohen Niveau.

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